Das Thema Patientensicherheit und Fehlermanagement hat sich zu einem der bestimmenden Themen der gegenwärtigen gesundheitspolitischen Diskussion im Gesundheitswesen entwickelt.
Patientensicherheit und Fehlermanagement sind zu wichtigen Themen der aktuellen
gesundheitspolitischen Diskussion geworden. In Kliniken, Praxen und anderen
Einrichtungen der Gesundheitsversorgung werden zunehmend mehr Initiativen zur
Stärkung der Patientensicherheit umgesetzt.
Lange Zeit hat die Angst vor der Haftung bei Behandlungsfehlern und vor dem
Verlust der Reputation den offenen Umgang mit Fehlern behindert. Die
Diskussionen und Initiativen der vergangenen Jahre jedoch haben einen
grundlegenden Wandel in der Wahrnehmung von Patientensicherheit bewirkt.
Mit dem
Berliner Gesundheitspreis - vergeben von der Ärztekammer Berlin mit der AOK
Berlin und dem AOK Bundesverband - wurden schon 2002 zwei wichtige
Patientensicherheits-Projekte prämiert. Jeweils einen 1. Preis erhielten das
Departement Anästhesie Kantonshospital in Basel und das Kieler Institut für
Allgemeinmedizin. Das Schweizer Hospital hatte für den stationären Bereich ein
landesweites, datenbankgestütztes Meldesystem im Internet entwickelt. Es dient
dazu, systematisch Anhaltspunkte für das Entstehen von Fehlern und zu ihrer
Vermeidung zu sammeln und zu veröffentlichen. Die Preisträger aus Kiel, heute
Frankfurt, engagieren sich im ambulanten Bereich. Ihr Projekt: Ein
Risiko-Management zum Schutz vor Fehlern bei der Arzneimittelverschreibung und
ein Fehlerberichtssystem für hausärztliche Praxen.
Heute werden in vielen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung Fehler
begünstigende Umstände erfasst und analysiert mit dem Ziel, Behandlungsfehler zu
minimieren. Institutionelle, organisatorische und menschliche Rahmenbedingungen
der Fehlerentstehung werden erforscht. Es werden neue Wege implementiert und
weiterentwickelt, wie Institutionen mit Patientensicherheit und Fehlern in der
Gesundheitsversorgung umgehen können.
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